Mietkaution BGB

Der Vermieter hat das Recht, vom Mieter eine Mietkaution zu verlangen, doch ist er dazu nicht verpflichtet. Der Vermieter kann sich mit dieser Mietkaution absichern, falls es zu Zahlungsausfällen oder zu durch den Mieter verschuldeten Schäden an der Wohnung kommt. Gesetzliche Regelungen über die Mietkaution sind im BGB festgeschrieben.

Regelungen über die Mietkaution BGB

Die Mietkaution BGB ist im § 551 des BGB geregelt. In Absatz 3 Satz 4 ist vorgeschrieben, dass eine Mietkaution nur maximal das Dreifache einer Monatskaltmiete ausmachen darf. Der Mieter hat das Recht, die Mietkaution in drei gleich hohen Teilzahlungsbeträgen zu begleichen. Diese Teilzahlungen werden zusammen mit den Mieten fällig, die erste Teilzahlung wird zum Beginn des Mietverhältnisses geleistet. Das BGB schreibt vor, dass der Vermieter die Kaution auf einem Sparkonto hinterlegen muss, das mindestens mit einem Zinssatz, der für Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten gilt, verzinst wird. Die Kaution muss vom Privatvermögen des Vermieters getrennt werden, damit sie im Falle einer Insolvenz des Vermieters sicher ist. Um höhere Zinserträge zu erhalten, haben Vermieter und Mieter das Recht, eine andere Anlageform zu vereinbaren. Die Kaution muss schriftlich im Mietvertrag fixiert werden. Die Mietkaution BGB ist so geregelt, dass der Vermieter beim Ende des Mietverhältnisses die Kaution zuzüglich der Zinsen an den Mieter zurückzahlen muss. Es ist jedoch keine Frist vereinbart, in welcher die Mietkaution zurückgezahlt werden muss. Der Vermieter hat das Recht, sich ganz oder teilweise an der Mietkaution zu bedienen, wenn der Mieter seine Zahlungen nichtgeleistet hat oder wenn der Vermieter durch den Mieter verursachte Schäden an der Wohnung festgestellt hat.

Flexibilität für Mieter und Vermieter

Bei der Mietkaution BGB besteht Flexibilität für Mieter und Vermieter. Mieter und Vermieter können eine Alternative zum Mietkautionskonto wählen, das gemeinsame Einverständnis vorausgesetzt. Der Mieter kann auch, wenn der Vermieter damit einverstanden ist, eine Mietkautionsbürgschaft abschließen und dem Vermieter die Bürgschaftsurkunde aushändigen. Vereinbarungen, die einen Nachteil für den Mieter darstellen, sind unzulässig, wie es im § 551 BGBN geregelt ist. So können sich Mieter und Vermieter darauf einigen, dass nur zwei Monatsmieten als Kaution erhoben werden, während es unzulässig ist, eine Kaution zu erheben, die vier Monatsmieten entspricht.