Die Kautionsbürgschaft als kostengünstige Alternative
Für die Anmietung von Gewerbeflächen verlangen Vermieter eine Kaution. Bei privaten Mietverhältnissen werden in der Regel zwei bis drei Monatskaltmieten fällig, Gewerbetreibende müssen für eine Kaution allerdings oftmals weitaus tiefer in die Tasche greifen – hier sind sechs oder mehr Monatskaltmieten durchaus nicht unüblich. Somit macht die Kaution einen großen Geldbetrag aus, welchen vor allem Existenzgründer und Freiberufler häufig nicht so einfach aufbringen können. Einige Gewerbetreibende benötigen obendrein eine sehr große Ladenfläche – aufgrund der entsprechen hohen Miete stellt die Kaution eine große finanzielle Belastung für sie dar.

Die Kautionsbürgschaft kann eine kostengünstige Alternative darstellen
Mit Hilfe einer so genannten Kautionsbürgschaft für Gewerbe haben Unternehmer die Möglichkeit, dem Vermieter statt einer Kaution eine Bürgschaft zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise kann der künftige Mietvertrag für die Gewerbeimmobilie schnell und unproblematisch abgesichert werden.
Eine Kautionsbürgschaft erfolgt über eine Versicherung, wobei jedoch zu bedenken ist, dass im Vorfeld eine entsprechende Bonitätsprüfung erfolgt, denn nur solvente Unternehmen erhalten eine Bürgschaft. Der Gewerbemieter muss lediglich einen geringen Betrag an die Versicherungsgesellschaft zahlen, wobei sich die Kosten auf rund fünf Prozent der Kautionssumme belaufen. Existenzgründer müssen allerdings mit einem etwas höheren Betrag rechnen.
Für den Unternehmer ergibt sich hieraus ein entscheidender Vorteil, denn er kann seine zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für andere wichtige Anschaffungen nutzen. Der Vermieter profitiert vom Wegfall lästiger Verwaltungs- und Abrechnungsvorgänge für ein separates Mietkautionskonto.

Kredite bei der Hausbank sind nicht erforderlich
Viele Gewerbetreibende müssen für eine Mietkaution einen entsprechenden Kredit aufnehmen, der häufig mit hohen Zinsen verbunden ist – oftmals sogar im zweistelligen Prozentbereich. Laufen die Geschäfte dann nicht ganz so gut, beispielsweise durch saisonalen Schwankungen, droht vielen Gewerbetreibenden ein finanzieller Engpass, da der Kredit vorrangig bedient werden muss. Können die Kreditraten überhaupt nicht mehr gezahlt werden, kann es zur Zahlungsunfähigkeit kommen. Nachteilig ist außerdem, dass sich der Unternehmer an eine feste Laufzeit binden muss, wobei Kredite zusätzlich mit weiteren Kosten verbunden sind, beispielsweise durch Bearbeitungsgebühren.
Eine Kautionsbürgschaft schont außerdem die Kreditlinie bei der Hausbank, welche ebenfalls eine Bürgschaft für die Anmietung einer Gewerbefläche zur Verfügung stellen kann. Eine solche Bürgschaft